Glossar

Die wichtigsten Begriffe zum Thema in alphabetischer Reihenfolge.

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Erklärung
Auch als Valproinsäure bekannt; Antiepileptikum und Neuroleptikum, das bei Epilepsie, Manie und zur Phasenprophylaxe bei bipolarer affektiver Störung als Stimmungsstabilisator eingesetzt wird. Es bestehen zahlreiche Wechselwirkungen, u. a. mit weiteren Psychopharmaka. Zu den Nebenwirkungen zählen Sedierung, gastrointestinale Störungen und Blutbildveränderungen. Bei gebärfähigen Patientinnen droht eine Antiepileptika-Embryofetopathie.
Quelle
Pschyrembel Redaktion. (12.2016). Valproinsäure. Abgerufen 11. Mai 2020, von https://www.pschyrembel.de/Valproat/K0NGV/doc/
Erklärung
Der Begriff kann allgemein auf alle physiologischen oder pathologischen Zustände angewendet werden, findet innerhalb der Klinischen Chemie aber vor allem im Rahmen der Alkoholmissbrauchsdiagnostik (Alkoholmissbrauchskenngrößen) Anwendung. Er umfasst, in Abgrenzung zu den in der Routinediagnostik etablierten sog. State-Markern (State-Marker), all jene Kenngrößen, die eine genetisch determinierte und damit lebenslange Prädisposition zum Alkoholmissbrauch anzeigen (sollen), z. B. die Thrombozyten-Monoaminoxidase-Aktivität, das A1-Allel in Nähe des Dopamin-2-Rezeptors oder das visuell und akustisch evozierbare Potenzial P300 im EEG. Trait-Marker des Alkoholmissbrauchs haben wegen mangelnder diagnostischer Aussagekraft keine Routinetauglichkeit erreicht und finden außerhalb von Forschungsprojekten keine Anwendung. Die Bestimmung von genetischen Prädispositionen für bestimmte Erkrankungen im Gebiet der Humangenetik, wie z. B. einer familiären Thrombophilie durch  Gerinnungsfaktor V-Genmutation, ist dagegen ein wichtiges Einsatzgebiet von Trait-Markern.
Quelle
Arndt T. (2019) Trait-Marker. In: Gressner A.M., Arndt T. (eds) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. Springer Reference Medizin. Springer, Berlin, Heidelberg